info-nachhaltiger-thunfisch.org

Erfahren Sie mehr über nachhaltigen Thunfisch und die Anstrengungen, die von führenden Unternehmen zum Schutz dieser wichtigen Nahrungsquelle getroffen werden, einschließlich dem Unternehmen, aus dessen Produktion das Thunfisch-Erzeugnis stammt, das Sie vor kurzem gekauft haben.

2015 wurden weltweit mehr als 4.8 Millionen Tonnen Thunfisch gefangen: 58 % davon entfiel auf Echten Bonito, gefolgt von Gelbflossenthun (28 %), Großaugenthun (8 %) und Weißem Thun (5 %). Auf Blauflossenthun entfiel 1 % des weltweiten Fangs.

76% des weltweiten Thunfischfangs kommt aus Beständen, die ein gesundes Niveau aufweisen. Dennoch müssen alle Thunfischarten vor Überfischung geschützt werden. Besuchen Sie unsere Website und ermitteln Sie den Zustand aller Thunfischbestände.

Thunfisch-Bewirtschaftung

Es gibt 23 kommerziell befischte Thunfischbestände von Echtem Bonito, Gelbflossenthun, Großaugenthun, Weißem Thun und Blauflossenthun. Diese Karte zeigt, wie viel Thunfisch in jeder Meeresregion gefangen wird. Je größer der Kreis, desto größer der Fang.

Ostpazifik Atlantik Indischer Ozean Südhalbkugel Westpazifik

Die Regierungen der Fischereinationen verwalten gemeinsam alle Bestände an Thunfisch. Erfahren Sie mehr über diese regionalen Verwaltungsgremien oder "RFMOs".

Fangmethoden

In Bezug auf die Fangmethoden erfolgen 64 % der Fänge durch Ringwaden (Netze), 12 % durch Langleinenfänger und 9 % durch Angelfischfänger. Der Rest entfällt auf weniger gängige Fanggeräte. Alle Fangmethoden können jedoch zu Beifang führen. Dafür haben wir jeweils die betreffenden Auswirkungen auf die Umwelt bewertet. Die ISSF arbeitet mit Wissenschaftlern und Fischereiexperten in Projekten zusammen, die sich diesen Herausforderungen stellen.

FAD-freier Ringwadenfang

Diese Methode führt in der Regel zu geringen Beifangraten im Bereich von 0,03 % – 2,8 % des Fangs eines Schiffes, abhängig von der Meeresregion.*

Langleinenfang

Diese Methode hat einen hohen Beifanganteil: Er beträgt mehr als 20 % des Fangs eines Schiffes.*

FAD-Ringwadenfang

Ringwadenfang mit FADs führt zu Beifangraten von 1,75% – 8,9 % des Fangs eines Schiffes, abhängig von der Meeresregion.*

Angelfischfang

Diese Methode ist mit keinen großen Bedenken zum Fang von gefährdeten Fremdarten verbunden. Jedoch erfordert diese Methode die Verwendung von lebenden Köderfischen, und wie sich die Befischung dieser Populationen auswirkt, ist weitgehend unbekannt.

Verbesserung der Verfahrensweisen

Nachhaltiger Thunfischfang lässt sich nicht durch einen einzelnen Schritt gewährleisten. Stattdessen sind koordinierte Bemühungen im Laufe der Zeit auf allen Meeren erforderlich, in denen Thunfisch gefangen wird.

Viele Unternehmen in der Thunfischindustrie arbeiten eng und partnerschaftlich mit der ISSF zusammen, um laufende Verbesserungen vorzunehmen. Wir haben auch eine Reihe von Praktiken oder „Erhaltungsmaßnahmen“ ermittelt, auf deren Umsetzung alle Thunfischfänger hinarbeiten sollten.

Sie können die "Best Practices" von führenden Thunfischfängern jetzt, über unser Proaktives Schiffsregister verfolgen.

Schiff wirft Thunfisch nicht zurück
Schiff ist für eine
Fischereination
registriert, die an der
Thunfisch-Bewirtschaftung
teilnimmt.
Schiff verfügt
über eine eindeutige
Kennung,
z. B. eine IMO-Nummer
Schiff nimmt
keine Umladung
auf See vor
Schiff ist in
einem Verzeichnis
zugelassener Schiffe
enthalten
Schiff übermittelt
Daten zur
FAD-Verwendung an
RFO-Wissenschaftler
Schiff führt kein
„Finning“ durch und
verfügt über eine
Anti-Finning-Richtlinie
Schiff befindet sich
in keiner IUU-Liste
(Liste illegaler,
nicht gemeldeter und
unregulierter
Schiffe).
Schiff hat einen Beobachter an Bord
Schiffs-Kapitän
hat jährliche
Schulung absolviert.
Schiff mit FAD-Einsatz verwendet keine Verwickel-FADs


Quellen:
* ISSF 2011-03: Questions and Answers about FADs and Bycatch
   The Status of the Stocks Report